| Liebe Freundinnen und Freunde des Österreichisch-Arabischen Informationsforums,
nach wie vor füllen Nachrichten aus der arabischen Welt Tag für Tag die internationalen Medien.
Mit angehaltenem Atem beobachtet die Welt diese Tage Syrien. Der große Einsatz für Waffenruhe seitens des ehemaligen UN-Generalsekretärs, Kofi Annan, hat vielen Menschen Hoffnung auf ein Ende der Gewalt gemacht. Algerien bereitet sich auf die ersten Parlamentswahlen ohne Ausnahmezustand vor, welche am 10.Mai stattfinden werden. Hier haben sich die drei wichtigsten islamistischen Parteien zusammengeschlossen, welche sich ähnlich wie in Tunesien, Ägypten und Marokko große Siegeschancen ausrechnen. Im kleinen Inselstaat Bahrain geben die Menschen weiterhin ihrer Wut gegen den König Raum. Seit einem Sturzversuch im Februar 2011 demonstrieren sie auch diese Tage wieder gegen das sunnitische Königshaus.
Im Vergleich zur tobenden arabischen Welt, ist es in Österreich relativ ruhig. Die einen oder anderen Streitigkeiten über Parteifinanzierungen und Untersuchungsausschüssen zu diversen Korruptionsfällen schaffen es zwischen den international bedeutenden Prozessen nur vereinzelt ans Medientageslicht.
Einer etwas anderen Art von Wandel und Umbrüchen haben wir uns in der aktuellen Ausgabe des ÖAIF-Magazins gewidmet, in dem wir eine Bandbreite an neuen, spannenden Artikeln für Sie zum Thema der Vergänglichkeit aus der arabischen Welt sowie Österreich zusammengestellt haben. Lesen Sie zum Beispiel, was Urban Explorer in die Ruinen treibt, die längst von keinem Menschen mehr besucht wurden. Weniger Reiz finden Menschen in jenen Spuren die die Zeit am eigenen Körper zurücklässt. Wie sehr sich der Mensch dagegen auflehnt und was die Überwindung des Alterns für die Menschheit bedeuten würde, erfahren Sie ebenso in diesem Magazin. Allerdings sind nicht nur Menschen der Vergänglichkeit unterworfen. Wussten Sie zum Beispiel, dass es in Österreich Sprachen gibt, die vom Aussterben bedroht sind? Oder dass es Menschen gibt, die in Städten leben, die vielleicht schon morgen nur mehr ein großer Haufen Sand sind?
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen,
Ihr ÖAIF-Team
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