| Liebe ÖIAF-Leserin, lieber ÖIAF-Leser!
Wir hoffen Sie sind gut ins neue Jahr gerutscht!
Die arabische Welt will nicht zur Ruhe kommen. Auch wenn in Österreich die Probleme ganz anderer Natur sind, so ist es doch keinesfalls ruhig in der Alpenrepublik: Herabstufung der Kreditwürdigkeit, Eurokrise oder Lohnverhandlungen.
Nicht zu vergessen: der Zwist mit dem ORF. Seit der Bekanntgabe im Dezember, dass Niko Pelinka neuer Büroleiter des ORFs werden sollte, protestierten die Mitarbeiter für einen freien und unabhängigen ORF und scheuten auch nicht davor zurück Ihre Meinung auf Youtube kund zu tun. Niko Pelinka hat mittlerweile seine Bewerbung zurückgezogen.
Die ägyptische Presse war mit ganz anderen Dingen beschäftigt: Es ist soweit, die Ägypter haben ihr Parlament gewählt. Etwa 70 % der 508 Sitze gingen an die FJP (Freiheits- und Gerechtigkeitspartei) der Moslembrüder und die Partei der Salafis. In der ersten Parlamentssitzung gab es viel Tumult: einige Abgeordnete schworen auf die Märtyrer der Revolution während, andere auf die Scharia. Unter den Abgeordneten sah man viele eine gelbe Schärpe tragen, ein Protest gegen die Militärgerichtsverfahren an Zivilisten.
Im Jemen hat Präsident Abdullah Saleh nach monatelangen Protesten seine Macht an Stellvertreter Mansour Hadi weitergegeben. Nachdem das Kabinett Saleh und seinen Sicherheitskräften Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung anerkannte, waren wieder tausende Protestierende auf den Straßen Sanaa’s.
Katar hat als erstes Land des Syrien-Ausschusses einen Truppeneinsatz ins Gespräch gebracht um das Blutvergießen zu stoppen. Trotz Entsendung ausländischer Beobachter ebbt die Gewalt in Syrien nicht ab.
Mit dem neuen Jahr beginnt auch unser neues Jahresmotto unter dem unsere diesjährigen Veranstaltungen stehen: „Schatten und Licht, doch die im Dunklen sieht man nicht“. Um Schatten und Licht dreht sich auch unser aktuelles Magazin, das Sie mit unerwarteten Assoziationen rund um unser Jahresmotto begeistern wird.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen,
Ihr ÖIAF-Team
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